Wie Wahlen gewonnen werden
Kann Mitte-Links in Zeiten von Populismus, affektiver Polarisierung und autoritären Tendenzen noch Wahlen gewinnen? Diese Studie untersucht sieben jüngere Wahlerfolge aus Europa und Nordamerika und fragt: Was haben Cem Özdemir in Baden-Württemberg, Mark Carney in Kanada und Abigail Spanberger in Virgina gemeinsam? Wie konnten Zohran Mamdani in New York City und Sisse Marie Welling in Kopenhagen, Rob Jetten in den Niederlanden und Keir Starmer in Großbritannien Mehrheiten gewinnen?
Nicht ideologische Mobilisierung des eigenen Lagers hat den Ausschlag gegeben, sondern eine Kombination aus personeller Glaubwürdigkeit und konsequentem Fokus auf die oft materiellen, stets aber sehr konkret benannten Alltagssorgen der Wähler*innen. Dazu kommt, dass sich erfolgreiche Mitte-links-Akteur*innen klar von autoritären und rechtspopulistischen Kräften abgrenzten und nicht in identitätspolitischen Debatten zerrieben.
Jede Wahl ist anders, jeder Kontext hat seine eigene Logik. Aber Muster sind erkennbar und bieten Erklärungen, wie diese Wahlen gewonnen wurden.
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Inhaltsverzeichnis
Vorwort
Zusammenfassung
1 Demokratien unter Druck
Der innere Feind
Der äußere Feind
Neue Herausforderungen für Mitte-Links
2 Leitfrage und Untersuchungsdesign
3 Wahlerfolge Mitte-Links: Die Fallstudien
Unterhauswahl Vereinigtes Königreich 2024
Unterhauswahl Kanada 2025
Parlamentswahl Niederlande 2025
Gouverneurswahl Virginia 2025
Landtagswahl Baden-Württemberg 2026
Bürgermeisterwahl New York City 2025
Kommunalwahl Kopenhagen 2025
4 Wie Wahlen gewonnen werden: Eine Bilanz
Quellen für Grafiken
Literatur